In NRW gibt es den Karnval und in Süddeutschland den Fasching. Man sollte jetzt bloß nicht auf die Idee kommen, dass es das selbe ist.
Doch zur Faschingszeit gibt es ausgezeichnete Backwaren beim Bäcker. Manche Bäcker haben eine unglaubliche Auswahl: Tiramisu-Krapfen, Bienenstich-Krapfen, Himburger, Schoko-Bananen-Krapfen, Schwarzwälder-Krapfen, Germknödelkrapfen, usw. (Viele sind auf der Collage zu entdecken!)
Mit buntgestreiftundhüpfig habe ich mich durch das örtliche Sortiment gefuttert! Sagenhaft lecker! Dagegen ist so ein einfacher Berliner bei uns ausem Pott gar nichts. Doch was sind eigentlich Krapfen? Krapfen sind süße Gebäckstücke mit Füllung, welche im heißen Fett ausgebacken werden und haben von Region zu Region unterschiedliche Namen, wie z. B. Berliner und Pfannkuchen. Aber niemand kannte die Krapfen, die ich aus meiner Heimat kenne und die anders aussehen als die hier. Ich habe das ganze gegoogelt und gesehen: Es gibt sie! Sie heißen rheinische Krapfen, werden aus Brandteig herstellt, sind ohne Zucker und werden nach dem frittieren in Zucker gewälzt. Diese Krapfen haben abstehende Krallen/Haken, daher vermutet man auch den Namen Krapfen.
Durch meinen Freundinnen-Besuch habe ich relativ wenig von Fasching mitbekommen – was nicht schlimm war. Die großen Partys bei uns sind ja am Sonntag und am Rosenmontag. Hier nicht. Wir konnten niedliche Veranstaltungen auf dem Marienplatz sehen – völlig ohne Stimmung, aber mit viel Konfetti (pro Packung 1€). Die “richtige” Party soll hier am Dienstag gewesen sein. Man sagte mir, dass am Nachmittag niemand arbeitet (nur in meiner Firma mussten wir ran – Projektabgabeschluss) und alles zum Marienplatz strömt. Dies aber auch nur bis Punkt 18Uhr, dann würden die Faschingswütigen in die passenden Faschinglokale ziehen. Wobei man erwähnen muss, dass die von Jahr zu Jahr weniger werden. Vielleicht geht der Fasching hier ganz ein! Da kriegt man große Lust wieder in Düsseldorf zu feiern und ein Dirndl ist dort definitiv ein Kostüm und kein G’wand!














